Voller Einsatz für kleine Patienten

Kraki – der Förderverein der Kinderklinik am DONAUISAR Klinikum – kann sich über ungebrochenen Zuspruch aus der Bevölkerung freuen. Das zeigen die vielen Spender, die kranken Kindern etwas Gutes tun wollen. Jüngst verzichtete der zweite Bürgermeister Günther Pammer auf Geschenke zu seinem 70. Geburtstag. Allein dadurch sind 4.800 Euro für den guten Zweck zusammengekommen. Diese Liste konnte die Vereinsvorsitzende Anna Eder noch um einiges verlängern. Das Polizeiorchester spielte kostenlos für den Verein, der FC Poppenberg spendete und die Bastelomas aus Schöllnach stellten Kleingeschenke für den Basar zur Verfügung. Beim Kinderfest halfen die Feuerwehr, das BRK und Globus. Größere Beträge übergaben die Firmen Prowin, Interpane, Gärtnerei Hartmann sowie Karl Bau und der Frauenbund Schweinhütt. „Das sind natürlich nicht alle Spender. Wir sind auch für alle kleineren Spenden dankbar“, betonte Eder. Die Kassenprüfer Peter Volkmer und Günther Pammer bestätigten Stefan Swihota eine vorbildliche Kassenführung. Eder dankte aber auch ihrer Mannschaft im Verein mit 73 Mitgliedern: „Die Chemie stimmt. Wir sind eine tolle Gemeinschaft.“ So habe sich der Verein um größere und kleinere Beschaffungen gekümmert – um Wandspiele, Bausteine, Kleingeschenke und Tapferkeitsmedaillen. Bei Bedarf hat er aber auch der einen oder anderen Familie aus einer akuten Notlage im Krankenhaus geholfen: „Dann zahlen wir auch einmal eine Taxifahrt.“ Eder dankte besonders Brigitte Bretzendorfer, die sich um die gute Verwendung der Vereinsgelder kümmert. Angesichts dieser positiven Bilanz gingen die Wahlen unter Leitung von Bruni Irber schnell über die Bühne. Eder führt den Verein mit ihren Stellvertreterinnen Hela Schandelmaier und Liane Sedlmaier. Um die Finanzen kümmert sich Stefan Swihota, um die Protokolle Susi Siedersberger. Kassenprüfer sind künftig Peter Volkmer und Michael Haller. Als Beisitzer wählten die Mitglieder: Dr. Heye Arends, Anneliese Bichler, Anna Maria Borufka, Brigitte Bretzendorfer, Gerti Iglhaut, Susanne Karl, Gisela Müller, Linda Nowak, Günther Pammer, Christine Sauer, Carina Haller und Jürgen Stern. Einen irritierenden Titel wählte Chefarzt Dr. Michael Mandl für seinen Vortrag: „Können Menschen Flüssigkeiten atmen?“, hatte er sein Referat überschrieben. Tatsächlich gäbe es Flüssigkeiten, die mehr Sauerstoff und Kohlendioxid als das menschliche Blut aufnehmen und in der Lunge wieder abgeben können. Diese seien schwerer als Wasser, verteilten sich außergewöhnlich gut auf Oberflächen und gingen trotzdem nicht in den Körper über. Diesen Ansatz stellte der führende amerikanische Forscher auf diesem Gebiet Professor William W. Fox aus Philadelphia vor kurzem bei einer Fortbildung in Deggendorf vor. Der therapeutische Nutzen könnte vor allem bei Frühgeborenen liegen. Deren Lungen sind sehr unreif und unterschiedlich entwickelt: Durch die gute Ausbreitung würden die verklebten Lungenbläschen aufgedehnt werden und eine vollständige Durchlüftung erreicht. Die Anwendung ist dabei recht einfach. Hier hegte Chefarzt Dr. Michael Mandl große Hoffnungen: „Das ist ein Donnerschlag, ein Riesenfortschritt für diese Kinder. Wir warten mit großer Spannung auf die Ergebnisse der Studien.“

Foto 1: Vom Förderverein finanziert: Chefarzt Michael Mandl (v.l.), Anna Eder, Anneliese Bichler und Hela Schandelmaier präsentieren einen Spielpilz und einen Kugeltisch.